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078,9 Schmilau


Schmilau zur Zeit der Rübenbahn

Das weiche Licht läßt die Backsteinarchitektur des Empfangsgebaudes voll zur Wirkung kommen. Die einstige Bedeutung des Bahnhofs ist noch zu erahnen anhand des ausgebauten Bahnsteiggleises. Der Zustand der Schienen zeigt, dass zum Aufnahmezeitpunkt in den 1980ern nur noch sporadisch Güterverkehr stattfindet. Der Stationsname ist bereits vom Empfangsgebäude entfernt worden, damit kein Reisender vergeblich auf die Beförderung wartet.

Backstein-Ensamble
Bild von Matthias Barann aus der Bildersammlung mobawo von Birger Kaiser.


Die folgende Aufnahme zeigt den Güterteil des Bahnhofs. Schwerpunkt war immer der Transport landwirtschaftlicher Produkte, zuletzt noch der Rübenverkehr. Schmilau hatte eine große Verladeeinrichtung, mit der komplette Straßenanhänger über Güterwagen gehoben und ausgeleert werden konnten.

Rübenverladungsanlage
Bild von Matthias Barann aus der Bildersammlung mobawo von Birger Kaiser.


Ein kurzer Güterzug aus Ratzeburg nähert sich Schmilau. Der Zug nähert sich dem ungesicherten Bahnübergang der Dorfstraße, der Rangierer hält sich zum Absperren bereit. Die Telegrafenleitung wechselt an dieser Stelle die Gleisseite, um im Bahnhofsbereich nicht auf der Seite der Güteranlagen zu verlaufen. Gut zu erkennen auch die kurzen, verlaschten Gleise auf Metallschwellen, Taktgeber für die Akkustik des nahenden Güterzuges ...

Güterverkehr
Bild von Matthias Barann aus der Bildersammlung mobawo von Birger Kaiser.


Trassierung der Strecke

Vor Schmilau führt die Strecke auf einem langen Damm am Ortsrand entlang. An dieser Straßenbrücke erkennt man gut die zweigleisige Trassierung der Kaiserbahn zwischen Ratzeburg und Hagenow Land. Einzig der Streckenteil zwischen Neumünster und Bad Oldesloe war aber tatsächlich zweigleisig ausgebaut.


Straßenbrücke in Backsteinarchitektur