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078,9 Schmilau


Schmilau zur Zeit der Rübenbahn

Das weiche Licht läßt die Backsteinarchitektur des Empfangsgebaudes voll zur Wirkung kommen. Die einstige Bedeutung des Bahnhofs ist noch zu erahnen anhand des ausgebauten Bahnsteiggleises. Der Zustand der Schienen zeigt, dass zum Aufnahmezeitpunkt in den 1980ern nur noch sporadisch Güterverkehr stattfindet. Der Stationsname ist bereits vom Empfangsgebäude entfernt worden, damit kein Reisender vergeblich auf die Beförderung wartet.

Backstein-Ensamble
Bild von Matthias Barann aus der Bildersammlung mobawo von Birger Kaiser.


Die folgende Aufnahme zeigt den Güterteil des Bahnhofs. Schwerpunkt war immer der Transport landwirtschaftlicher Produkte, zuletzt noch der Rübenverkehr. Schmilau hatte eine große Verladeeinrichtung, mit der komplette Straßenanhänger über Güterwagen gehoben und ausgeleert werden konnten.

Rübenverladungsanlage
Bild von Matthias Barann aus der Bildersammlung mobawo von Birger Kaiser.


Ein kurzer Güterzug aus Ratzeburg nähert sich Schmilau. Der Zug nähert sich dem ungesicherten Bahnübergang der Dorfstraße, der Rangierer hält sich zum Absperren bereit. Die Telegrafenleitung wechselt an dieser Stelle die Gleisseite, um im Bahnhofsbereich nicht auf der Seite der Güteranlagen zu verlaufen. Gut zu erkennen auch die kurzen, verlaschten Gleise auf Metallschwellen, Taktgeber für die Akkustik des nahenden Güterzuges ...

Güterverkehr
Bild von Matthias Barann aus der Bildersammlung mobawo von Birger Kaiser.



Die Entwicklung der Gleisanlagen


Gleisplan von Schmilau in den 30er Jahren



Gleisplan von Schmilau in den 60er Jahren. Die Sicherungsanlagen sind zurückgebaut worden, nachdem der Personenverkehr eingestellt wurde.




Empfangsgebäude Straßenseite 1967. Aufnahme Klaus-Dieter Schwerdtfeger (Kreisarchiv Stormarn I16, Creative Commons Lizenz)




Empfangsgebäude Gleisseite 1967. Aufnahme Klaus-Dieter Schwerdtfeger (Kreisarchiv Stormarn I16, Creative Commons Lizenz)




Blick auf die Gütergleise. Aufnahme Klaus-Dieter Schwerdtfeger (Kreisarchiv Stormarn I16, Creative Commons Lizenz)



Brücken der Kaiserbahn

Vor Schmilau führt die Strecke auf einem langen Damm am Ortsrand entlang. An dieser Straßenbrücke erkennt man gut die zweigleisige Trassierung der Kaiserbahn zwischen Ratzeburg und Hagenow Land. Einzig der Streckenteil zwischen Neumünster und Bad Oldesloe war aber tatsächlich zweigleisig ausgebaut.


Straßenbrücke in Backsteinarchitektur


Soda-Brücke in der Gemarkung Alt Horst. Hier ist deutlcih die zweigleisige Trassierung zu erkennen. Bild von Stephan Thum

Diese Brücke zwischen Schmilau und Hollenbek wurde auch als "Soda"-Brücke bezeichnet, weil die Zuwegung fehlte.
Stephan Thum: Diese Siedlung bzw. der Gutshof [dessen Besitzer den Bau veranlasste,] war übrigens bis 1938 eine Exklave des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz. Sie steht als eine der ersten Eisenbetonbrücken unter Denkmalschutz und ist auch als Monier Brücke bekannt.



Brücke bei Fredeburg zwischen Ratzeburg und Schmilau, Streckenkilometer 45,3. Bild von Stephan Thum




Weitere Bilder von Schmilau: