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Klütz

Grevesmühlen - Klütz

Klütz Uerdinger
Streiflicht
Die 15,3 km lange Strecke von Grevesmühlen nach Klütz verfügte am Streckenende über eine Besonderheit: Eine handbetriebene Drehscheibe als Weichenersatz. Dadurch konnten einerseits die Bahnsteige näher an das Ortszentrum gelegt werden und der Lokschuppen wurde ebenfalls mit angeschlossen. Eine detaillierte Streckenbeschreibung findet sich bei Wikipedia.

Zur Zeit der Rübenkampagne herrschte am Bahnhof Klütz ein reger Verkehr. Traktoren mit ein- oder zwei Anhängern brachten die Rüben von den Feldern zum Bahnhof. Dort standen auf drei Gleisen im südlichen Bahnhofsteil die offenen Güterwagen, die mittels Förderbändern beladen wurden. Die BR112 zog die vollen Wagen aus den Ladegleisen und stellte sie in den regulären Personenzug nach Grevesmühlen ein, der somit als PmG verkehrte.

Letztendlich gleicht das Schicksal dieser Strecke dem der Bahnlinie Malente-Lütjenburg. Auch hier fehlen nur wenige Kilomenter bis nach Boltenhagen an der Ostsee und damit die touristische Komponente der Strecke. Die Einstellung des Gesamtverkehrs erfolgte Mitte der 90er Jahre, nachdem auch der Rübenverkehr im Klützer Winkel auf die Straße verlagert worden war.