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Gleisbau

Die Weichen in Klein Zecher


Die BR57 rangiert in Klein Zecher

Das Gleissystem aus Eichenholz und Metall stammt von Hegob und macht einen filigranen und vorbildgerechten Eindruck. Die Eichenschwellen wurden gebeizt und geschliffen. Die Gleisbettung ist aus Laminat entstanden, das zu beiden Seiten mit Kork beschichtet ist. Dadurch erhält man einerseits eine Geräuschdämmung, zum anderen gleicht die obere Korkschicht die unterschiedliche Dicke der Schwellen aus und drückt das Gleis in die vorgesehene Lage.


Die Weiche zum abgebauten Gleisanschluss

Die Weichenbausätze ermöglichen es, sowohl die vorgegebene Geometrie zu nutzen als auch individuelle Abzweigwinkel zu realisieren. Anhaltpunkt ist eine Kunststoffweiche von Hegob, es ist aber genauso eine Lenz-Weiche möglich, da die Geometrie nahezu identisch ist. Die geplante Weiche soll etwas schlanker sein, da aber der Abzweigwinkel vorgegeben ist, wird der Radius zu den Weichenzungen hin immer größer (Korbbogen). Die Abbildung zeigt die abgelängten Eichenschwellen und die Gußteile für die Radlenker auf der Musterweiche:


Planung der Weichengeometrie


Zunächst entsteht das Herzstück, das aus Schienenprofilen angefertigt wird. Wichtig ist, dass der Weichenwinkel genau eingehalten wird und die anschließenden Schienen fluchten. Eine Abstandslehre sichert die Einhaltung des Gleisabstandes. Im Bereich der Weichenzungen ist das Abstandsmaß der durchgehenden Schienen etwas zu vergrößern, damit die 32mm inclusive der Weichenzungen eingehalten werden.


Die Weiche ist fertiggestellt


Die Weichenmechanik ist fertiggstellt. Die Bewegung der Weichenzungen wird auf die Weichenlaterne übertragen. Der Stellhebel bewegt sich dabei hin und her. Das genaue Maß wird durch den Winkel der Verbindungsstange eingestellt. Die Weinert-Weichenlaterne erhält keine Gläser und keine Beleuchtung, wie es für eine Weiche mit untergeordneter Bedeutung in Gleisanschlüssen möglich ist.


Detailaufnahme im Bereich der Weichenzungen



Das Herzstück ist aus Schienenprofilen entstanden.




Die Einfahrtsweiche von Klein Zecher

Die Einfahrtsweiche liegt aus Platzgründen im Bogen. Das innere Gleis folgt einem Radius von 165cm, dies entspricht genau dem Lenz-Radius R10, so dass die Gleise zur Planung herangezogen werden können. Der Außenbogen ergibt sich aus der zur Verfügung stehenden Weichenlänge, geht aber nach dem Herzstück wieder auf 165cm zurück. Um der schlanken Weiche mehr Stabilität zu geben, wurden die sich anschließenden Schienenstücke gleich mit angefertigt, die Schienenprofile sind durchgehend. Die schmale Korkbettung läßt den knappen Einbauraum erkennen.


Die Weiche wird vom Herzstück aus zunächst entgegen der Richtung der Zungen gebaut, um die Radien sicherzustellen.


Die folgende Abbildung verdeutlich den schlanken Weichenwinkel noch einmal durch den Vergleich der Herzstücke: unten das dem Bausatz beiliegende Herzstück.


Vergleich der Herzstücke

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Bau einer einfachen Kreuzung


Die Kreuzung entsteht im Egenbau unter Verwendung von Hegob Schienenprofilen und Kleineisen. Der Kreuzungswinkel entspricht etwa dem doppelten Weichenwinkel bei einem Abzweigradius von 165 cm.


Der Anfang: Alle Winkel müssen übereinstimmen. Einzelne Schwellen fungieren als Gleislehren.



Unklar ist, ob bei diesem Kreuzungswinkel Radlenker erforderlich sind.


Nach etlichen Testfahrten: Die Kreuzung wird ins Kiesbett gelegt.



Ein Detail. Die Ausführung der Verbindungsbolzen ist vom Kreuzungswinkel abhängig.



Die finale Ausführung. Etwas Sand muss noch von den Radlenkern entfernt werden.





Eingeschottertes Streckengleis im Streckenverlauf


Gleis eingebettet

Die Schienen erhielten zunächst einen Überzug aus Brünierbeize. In die noch nasse Beize wurden rostfarbene Pigmentfarben eingearbeitet. Der Schotter stammt von Koemo. Da die Strecke keine hohe Zugdichte aufweist, wurde der Schotter nicht stark rostfarben eingefärbt, sondern mit Pigmentfarben leichte Verwitterungsspuren gesetzt.

Hegob Gleis

Weichen in Bantin


Im Bereich der Ladestraße des Bahnhofs Bantin werden Handweichen verwendet. Da die Weichen zum Gleis am Empfangsgebäude führen, auf dem Zugfahrten stattfinden, müssen diese verriegelt oder verschlossen werden. Handweichen mit Riegelleitungen waren durchaus üblich, da in eine Riegelleitung bis zu vier Weichen aufgenommen wurden. Im Modell ist der Riegelkasten nachgebildet und die Stangen beweglich ausgeführt. Die Farbgebung der Kiesbettung und der Riegelleitung ist noch nicht endgültig.

Handweiche mit Endriegel