Kaiserbahn.de

044,9 Bad Oldesloe


Eisenbahnknoten in Schleswig-Holstein

In Bad Oldesloe kreuzt die Strecke Neumünster - Hagenow Land die ehemalige L.B.E.-Magistrale von Hamburg nach Lübeck. Von diesem Bahnknoten führte noch eine Verbindung nach Schwarzenbek an der Hauptstrecke von Hamburg nach Berlin.

Die folgende Bilderreihe zeigt die Ausfahrt von Bad Oldesloe in Richtung Ratzeburg, aufgenommen bei einer Sonderfahrt in den 1960er Jahren
von Klaus Dieter Schwerdtfeger.

Links das Gleis der EBOE, in der Mitte die Gleise nach Ratzeburg und rechts direkt hinter den Eilzugwagen die Strecke nach Schwarzenbek:

Mit freundlicher Genehmigung: Kreisarchiv Stormarn I16 (NL Schwerdtfeger)


Die Ausfädelung der Ratzeburger Strecke, in Bildmitte das Bahnbetriebswerk, ganz rechts die Hauptbahn nach Hamburg. Die Aufnahme entstand bei einer Sonderfahrt aus dem rückwärtigen Führerstand eines Schienenbusses.

Mit freundlicher Genehmigung: Kreisarchiv Stormarn I16 (NL Schwerdtfeger)

Die Unterquerung der Hauptstrecke:

Mit freundlicher Genehmigung: Kreisarchiv Stormarn I16 (NL Schwerdtfeger)


Und Bad Oldesloe war lange Jahre Endpunkt der EBOE:

Einfahrt nach Bad Oldesloe
Triebwagen der EBOE bei der Einfahrt nach Bad Oldesloe (Sven Stut)
Anmerkung von J. von Busch:
Im Vordergrund das Gleis der Kaiserbahn mit dem Einfahrsignal und dem Kilometerstein 77,5.

Die Formsignale verschwanden 1974 mit dem Bau des elektronischen Stellwerks, das Gleis nach Elmshorn bekam dabei (nach Stilllegung von Personenverkehr und durchgehendem Güterverkehr) sogar noch neues Lichtsignal mit Vorsignal, die aber wegen der nach der Erneuerung des Gleises bis Blumendorf und seiner dann reduzierten GlA-Funktion Ende 1974 wieder außer Betrieb gesetzt und irgendwann später abgebaut wurden.

Das Abstellgleis als Rest der Kaiserbahn war nach Abbau der Strecke 1972 zunächst deutlich länger als in den letzten Jahren. Es reichte fast bis zum Ende der Einführungskurve. 1976 wurde die Bahnbrücke der Strecken nach Hamburg und Schwarzenbek über die Kaiserbahn abgebrochen und der Bahndamm mit Erde verfüllt. Aus diesem Anlass wurde das Abstellgleis zuvor auf die Länge zurückgebaut, die dann bis etwa 1988 bestanden hat (etwa 50 Meter vor der ehemaligen Unterführung war der Prellbock). Das Abstellgleis verschwand dann ganz, um dem Zubringer zum Radweg auf der Trasse Richtung Trittau Platz zu machen, für die Rübenwagen wurde es ja auch nicht mehr gebraucht.



J. von Busch schreibt zum Bild der V200 auf der Travebrücke, dem ersten Bild der unteren Reihe:

Das Gleis rechts ist der letzte Rest der Zweigleisigkeit gewesen, der von Oldesloe aus die letzten Jahrzehnte als Abstellgleis benutzt wurde (endete ein kurzes Stück vor dem BÜ der B75), aber noch die gleichen Eisenschwellen aufweist, die vor dem Krieg offenbar auf der ganzen Kaiserbahn verwendet wurden. Jedenfalls sieht man sie auf den historischen Bildern von Kastorf genauso wie auf den meinen in Hollenbek und hier wieder... zwischen Travebrücke und Bahnübergang am Bahnhof in Oldesloe wurde diese "Zweigleisigkeit" zum Schluss aber kurz unterbrochen. Man sieht, wie die V200 gerade wieder auf das rechte Gleis abgebogen ist, bevor sie den BÜ erreicht. Dieses Abstellgleis wurde genau wie das Richtung Ratzeburg nach der Beendigung der Rübentransporte Ende der 1980er abgerissen (beide waren im Sommer immer voll mit leeren Rübenwagen vollgestellt, die vor allem zum Abholen der Rüben aus Blumendorf bereitgestellt wurden). Die Telegrafenleitung war auf beiden Streckenteilen vermutlich auf voller Streckenlänge auf der gleichen Seite (Blickrichtung Neumünster rechts).