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Karow

Eine Rundreise in Mecklenburg


Zug aus Parchim mit BR219 und sieben Wagen fährt in Crivitz ein
Sommer 1990 unternahm ich eine Rundreise im Reichsbahnland. Von Bad Kleinen elektrisch nach Wismar. Dort umsteigen in den Zug nach Karow, 110 mit drei Wagen. In Hornstorf wurde noch der Anschluss aus Rostock abgewartet, dann begann die Fahrt durch die endlosen Felder Mecklenburgs. Neukloster wurde erreicht, in Erinnerung blieb ein alter Speicher und Formsignale am Bahnübergang.

In Blankenberg gab es eine Stunde Aufenthalt, genug Zeit
um sich den Bahnhof und die wenigen Züge auf der Relation Schwerin-Rostock anzusehen. Das Empfangsgebäude in Insellage, bestand der Nebenbahnteil nur aus zwei Bahnsteiggleisen. Dann weiter durch den landschaftlich schönsten Teil um Sternberg: Hügel, Wälder, Warnow. Man konnte vom letzten Wagen aus herrlich die Strecke betrachten. Goldberg, schließlich Karow, der Systembahnhof, zweimal täglich Anschluss in jede Richtung. Die Stimme im Lautsprecher hatte Mühe, mit jedem eintreffenden Zug alle Verbindungen durchzusagen. Umsteigen, von Karow über Lübs nach Parchim mit ca 50 km/h. Lübs mit seiner Brauerei verfügte über weitverzweigte Gleisanlagen, auf denen aber wenig Betrieb herrschte. In Parchim mit seinem 219er-BW wiederum Aufenthalt, ehe die Reise über Crivitz nach Schwerin weiterging, ein U-Boot vor einer endlosen Wagenschlange, wenig Fahrgäste. Von Schwerin aus mit der 219 und kurzem Zug zurück nach Bad Kleinen, junger Fahrer, unglaubliche Beschleunigung. Fazit: Ein erlebnisreicher Bahntag für insgesamt 5,20 Mark, 1:1 getauscht.

Für 2,60€ kommt man heute von nicht einmal vom Rübenkamp zum Hauptbahnhof...