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Der Abstellbahnhof


Im rechten Anlagenraum befindet sich der Abstellbahnhof Hagenow Land. Die sechs Durchgangsgleise ermöglichen einen abwechslungsreichen Betrieb auf dem linken, durchgestalteten Anlagenteil.


Der schematische Gleisplan der Anlage


Die Ausfahrt Hagenow Land West (Hw) geht nach dem Wanddurchbruch unmittelbar in die Bahnhofsgleise von Bantin über. Das Durchgangsgleis 3 ist für beide Gleise des Bahnhofs Bantin nutzbar. Das rechte Gleis der Ausfahrt Hagenow Land Ost (Abbildung unten) geht in die freie Strecke über, das Gleis links endet wenige Meter weiter und bietet eine manuelle Umsetzmöglichkeit von Fahrzeugen auf dem Anlagenteil im linken Nebenraum.

Klein Zecher : Die fertige Ausfahrt Hagenow Land Ost auf einer Grundplatte aus Multiplex. Korklaminat sorgt für eine gute Geräuschdämmung.


Im Abstellbahnhof wurden Weichen von PECO Code 143 verwendet, die einen schlankeren Weichenwinkel als Lenzweichen aufweisen und dadurch problemlos für 4-achsige Eilzugwagen von Wunder oder für die P8 von Bauer geeignet sind. Der Gleisradius von Gleis 3 beträgt 165 mm.

Aus Platzgründen wurde in der Ausfahrt Hagenow Land West die Dreiwegweiche von Lenz eingesetzt mit dem Nachteil, dass für manche Fahrzeuge nur der gerade Zweig nutzbar ist oder das Bogengleis nur vom Herzstück her befahrbar ist (Weiche #0028/#0029). Auch das übrige Gleismaterial im Abstellbahnhof stammt von Lenz.

Als Weichenantriebe kamen durchweg motorische Antriebe von Tortoise zu Anwendung. Der Stelldraht ist aufgrund der Grundplattenstärke recht lang, daher wurde 1mm Stahldraht von GHW Modellbau verwendet.

Die Weichen werden mit dem 6-fach Decoder LS150 von Lenz geschaltet. Auf Rückmeldung der Weichenlage wurde verzichtet, weil der LS150 gegenüber dem LS100 die wesentlich günstigere Lösung bei motorischen Antrieben darstellt. Es werden lediglich zwei Dioden zur Ansteuerung benötigt, da der Schaltdecoder eine Wechselspannung bereitstellt.


Anschluss des Schaltdecoders




Umbau der Peco-Weichen

Die Polarisierung der Herzstücke erfolgt über einen der beiden Umschalter des Tortoise-Weichenantriebes. Elektrische Versorgung der Weichenzungen sollte zusätzlich über Anschlusslitzen vorgenommen werden, denn die herstellerseitige Laschung ist nicht zuverlässig genug. Außerdem wurden die Weichenantriebsdarstellung und die Umstellfeder entfernt. Nach Verfüllung der entstandenen Öffnungen sind im Zungenbereich die Schwellen wieder deutlich erkennbar.



Umbau einer Peco-Weiche zur Bogenweiche

: Bogenweiche: Ansicht von unten.

Die Kunststoffstege im Bereich zwischen Herzstück und Weichenzungen werden entfernt mit Ausnahme des oberen, geraden durchgehenden Gleises. Diese Stege bleiben erhalten, um einen gleichmäßigen Schwellenabstand zu gewährleisten. Die Weiche kann nun in einem leichten Bogen verlegt werden, das Innengleis ist danach entsprechend zu kürzen.

: Die gebogene Weiche im Vordergrund wird mit Schrauben fixiert.



Antrieb der Lenz-Dreiwegweiche im Wanddurchbruch

Der Antrieb der Weichenzungen im Wandbereich erfolgt über drehbare Hebel und Stangen. Aufgrund des eingeengten Lichtraumprofiles im Wanddurchbruch liegen die Hebel unter der Schienenoberkante.

: Die zum Einbau vorbereitete Dreiwegweiche.

: Die Tortoise-Weichenantriebe greifen in die Stellhebel ein.



Ansteuerung

Der Lenz Handregler LH101ermöglicht die Programmierung von Weichenstraßen. Der Einfahrt aus Richtung Westen (Hw) in de sechs Durchgangsgleise sind die Fahrstraßen 1 - 6 zugeordnet, der Ausfahrt in Richtung Osten (Ho) analog die Fahrstraßen 11 - 16. Dadurch lässt sich der Betrieb relativ einfach gestalten, auch wenn man keinen Einblick auf die Gleise hat. Für eine Durchfahrt auf Gleis 6 sind z.B. die Fahrstaßen 6 und 16 zu ziehen. Dabei werden insgesamt sieben Weichen gestellt.


Gleisbesetztmeldung

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