Gleisbau
Inhaltsverzeichnis12.01.2020
Bau einer Dreiwegweiche
Die Abschlussweiche im Anschluss Kogel
Die Einfahrtsweiche von Klein Zecher
Bau einer einfachen Kreuzung
Bau einer Dreiwegweiche
Ein Güterzug befährt einen gerade fertiggstellten Gleisabschnitt mit einer selbstgebauten Dreiwegweiche
Der Dreiwegweiche liegt die Geometrie der Lenz-Dreiwegweiche zugrunde, die bislang als Platzhalter verwendet wurde. Ein Foto, das genau senkrecht angefertigt wurde, dient aus Unterlage der CAD-Zeichnung. So konnten die Schwellen auf dem Bildschirm exakt platziert werden.
CAD-Zeichnung der Dreiwegweiche
Die Grundplatten der Dreiwegweiche bestehen aus zwei übereinanderliegenden 2mm starken Sperrholzplatten, die mit einem Lasercutter hergestellt und über Stifte verbunden und positioniert wurden. Die obere Platte enthält die passgenauen Ausschnitte der Schwellen, die untere Platte die Bohrungen für die Kleineisen. Nach dem Einsetzen der Holzschwellen in die obere Platte können die Bohrungen von der Unterseite exakt ausgeführt werden.
Herstellung der Gleisabschnitte, Herzstücke und Radlenker
Einige Radlenker, die Weichenzungen und Kleineisen wurden aus gebrauchten Hegob-Weichen recycelt. Sämtliche Gleisabschnitte und Herzstücke wurden selbst hergestellt.
Die Gleise sind fast fertiggestellt
Einige Detailansichten der Weiche mit der doppelten Gleissperre und dem kleinen Weichenschloss (blauer Pfeil)
Schwierig ist die elektrische Trennung der einzenen Abschnitte, insbesondere im Bereich des mittleren Herzstückes, da die Weichenzungen länger sind als die Zungen der Lenz-Dreiwegweiche. Dieses konnte nur so gelöst werden, dass der vordere Abzweig geradeaus stehen muss, wenn der rechte Hauptzweig befahren wird. Die Anforderung kann relativ leicht durch die zwei Umschalter pro Tortoise-Weichenantrieb realisiert werden.
Die Weiche ist nun eingeschottert und für den Einbau vorbereitet
Die Abschlussweiche im Anschluss Kogel
Die Weichenbausätze ermöglichen es, sowohl die vorgegebene Geometrie zu nutzen als auch individuelle Abzweigwinkel zu realisieren.
Anhaltpunkt ist eine Kunststoffweiche von Hegob, es ist aber genauso eine Lenz-Weiche möglich, da die Geometrie nahezu identisch ist. Die geplante Weiche soll etwas schlanker sein, da aber der Abzweigwinkel vorgegeben ist,
wird der Radius zu den Weichenzungen hin immer größer (Korbbogen). Die Abbildung zeigt die abgelängten Eichenschwellen und die Gußteile für die Radlenker auf der Musterweiche:
Zunächst entsteht das Herzstück, das aus Schienenprofilen angefertigt wird. Wichtig ist, dass der Weichenwinkel genau eingehalten wird und die anschließenden Schienen fluchten. Eine Abstandslehre sichert die Einhaltung des Gleisabstandes. Im Bereich der Weichenzungen ist das Abstandsmaß der durchgehenden Schienen etwas zu vergrößern, damit die 32mm inclusive der Weichenzungen eingehalten werden.
Die Weichenmechanik ist fertiggstellt. Die Bewegung der Weichenzungen wird auf die Weichenlaterne übertragen. Der Stellhebel bewegt sich dabei hin und her. Das genaue Maß wird durch den Winkel der Verbindungsstange eingestellt. Die Weinert-Weichenlaterne erhält keine Gläser und keine Beleuchtung, wie es für eine Weiche mit untergeordneter Bedeutung in Gleisanschlüssen möglich ist.
Die Einfahrtsweiche von Klein Zecher
Die Einfahrtsweiche liegt aus Platzgründen im Bogen. Das innere Gleis folgt einem Radius von 165cm, dies entspricht genau dem Lenz-Radius R10, so dass die Gleise zur Planung herangezogen werden können. Der Außenbogen ergibt sich aus der
zur Verfügung stehenden Weichenlänge, geht aber nach dem Herzstück wieder auf 165cm zurück. Um der schlanken Weiche mehr Stabilität zu geben, wurden die sich anschließenden Schienenstücke gleich mit angefertigt, die Schienenprofile sind durchgehend.
Die schmale Korkbettung läßt den knappen Einbauraum erkennen.
Die Weiche wird vom Herzstück aus zunächst entgegen der Richtung der Zungen gebaut, um die Radien sicherzustellen.
Die folgende Abbildung verdeutlich den schlanken Weichenwinkel noch einmal durch den Vergleich der Herzstücke: unten das dem Bausatz beiliegende Herzstück.
Bau einer einfachen Kreuzung
Die Kreuzung entsteht im Egenbau unter Verwendung von Hegob Schienenprofilen und Kleineisen. Der Kreuzungswinkel entspricht etwa dem doppelten Weichenwinkel bei einem Abzweigradius von 165 cm.Mittlerweise wurde der Gelisplan geändert und diese Kreuzung fand leider keine Verwendung mehr.
Der Anfang: Alle Winkel müssen übereinstimmen. Einzelne Schwellen fungieren als Gleislehren.
Unklar ist, ob bei diesem Kreuzungswinkel Radlenker erforderlich sind.
Nach etlichen Testfahrten: Die Kreuzung wird ins Kiesbett gelegt.
Ein Detail. Die Ausführung der Verbindungsbolzen ist vom Kreuzungswinkel abhängig.
Die finale Ausführung. Etwas Sand muss noch von den Radlenkern entfernt werden.