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Digitale Wagenbeleuchtung



1. Umbau von ringisolierten Radsätzen für die Stromaufnahme

Zur sicheren Stromabnahme müssen alle Räder herangezogen werden. Um bei einer ringisolierten Achse einen Schleifkontakt am Radreifen zu vermeiden, ist ein leichter Umbau erforderlich. Die vorgestellte Lösung hat den Nachteil, dass sich der Achsendurchmesser von 3 mm auf 4 mm erhöht. Dafür ist der Umbau aber mit einfachsten Mitteln selbst durchzuführen.


Schemazeichnung der umgebauten Achse

Die Arbeitsfolge:




DIe fertige Achse. In der roten Markierung ist der eingesetzte Messingstift sichtbar.




2. Decoderauswahl

Der Lenz Handregler LH101 erlaubt die einfache Bedienung von bis zu 28 Funktionstasten, die in drei Ebenen angeordnet sind. Daher ist es möglich, die Beleuchtung der vorhandenen Personenwagen und Güterzugbegleitwagen einzeln zu schalten und zwar unter einer Lokadresse, z.B. der #99. Dadurch wird nur ein Speicherplatz im Lokstapel belegt. In den Funktionsebenen werden beispielsweise 2- 4- und 3-achsige Wagen gruppiert.

Bis zur Funktionstaste 12 können ZIMO Funktionsdecoder eingesetzt werden, z.B. der MX686 für 12V oder MX687V für 1,5V Lampenspannungen. Daher wird kein separater Spannungsregler benötigt. Ein Elko 470µF kann direkt am Decoder angeschlossen werden. Für den Funktionstastenbereich ab 13 ist der ESU Lokpilot4 FX mit seinem indizierten Mapping geeignet, jedoch nur für eine Lampenspannung von 12V. Immerhin sind so 25 Funktionstasten verwendbar. Für die letzten drei Funktionstasten kommt der Lenz Standard+ V2 zum Einsatz.

Der Güterzugbegleitwagen Pwg14 mit Seute-Rauchentwickler an der Motorspannung und Zugschlussleuchten an Funktionstaste Fu0 bildet den Anfang. Das Zugführerabteil und der Packraum liegen gemeinsam an Fu1. Die folgenden Funktionstasten sind je einem 2-achsigen Personenwagen oder Postwagen zugeordnet. Den Abschluss mit Adresse 28 bilden die Zugschlussleuchten des Gl11 Dresden.



3. Einbau des Decoders

Der Decodereinbau gestaltet sich zum Teil recht schwierig, vor allem, wenn die Wagen innen voll durchgestaltet sind. Bei dem Postwagen von Horst Schulz ist der Decoder im Unterschrank und der Elko im Ofen untergebracht:

Postwagen digitalisiert
Beim abnehmbaren Wagendach sind die digitalen Komponenten gut zu verbergen



Bei einigen Personen- oder Postwagen ist der Elko auch im Gasbehälter unter dem Wagen angeordnet. Bevor die Kabel endgültig fixiert werden und – wo es erforderlich ist – der Lack ausgebessert wird, erfolgt ein letzter Funktionstest.


Unterseite des Postwagens mit Gasbehältern für Beleuchtung



4. Das Ergebnis

Einige preußische Durchgangswagen sind mit bis zu sieben 1,5V-Lämpchen ausgestattet, inklusive der Perronbeleuchtung.

Beleuchteter preußischer Durchgangswagen digitalisiert
Die Aufnahme kann die Atmosphäre der vielen einzelnen Glühbirnen nur unzureichend wiedergeben